Claviorganum

G. F. Händel (1685 - 1759)

inspiriert von G. F. Händel

Das Instrument der Königshäuser

Das Claviorganum erbaut 1745 ist ein Kombinationsinstrument aus Orgel und Cembalo.

Erbauer:

Orgelteil: Snetzler 1710 – 1785, Cembaloteil: Kirkman 1710 – 1792

Es wird vermutet, dass Händel mit seiner Idee eines Kombiinstrumentes  Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg, die Mutter des britischen Königs Georg III, begeistern konnte. Weiter wurde überliefert, dass sie für den Bau eines solchen speziellen Instrumentes John Snetzler aus Schaffhausen 1741 und Jakob Kirkman 1740 aus Bischwiller im Elsass nach England verpflichtete 

Das wohl am besten erhaltene Claviorganum – das auch Händel gekannt haben könnte –, steht im Schloss des Earl of Wemyss (Gosford House, East Lothian, Schottland).

Unsere Werkstatt bekam den Auftrag der Rekonstruktion

Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg (1719 in Gotha - 1772 in London)

Das Oberlinger Claviorganum

Das Claviorganum ist ein besonderes Tasteninstrument, das auf 2 Manualen sowohl ein Cembalo mit 4 Registern, verteilt auf 1. und 2. Manual, als auch auf dem 1. Manual eine Orgel mit 5 Registern (360 Pfreifen aus Zinn und Holz).       G. F. Händel hat das Orginalinsturment, das er dem englischen Königshaus zu bauen empfohlen hatte, wohl mit entworfen. Viele seiner Kompositionen sind mit Cembalo und Orgel zusammen komponiert, die man nun statt mit 2 getrennt spielbaren Instrumenten bei dem Claviorganum mit diesem Kombiinstrument alleine spielen kann.

Ein Instrument für ein Königshaus, das es sich damals leisten konnte ein solches Instrument nach den Wünschen von G.F. Händel bauen zu lassen, so schien es bis vor wenigen Jahren.

Wir erhielten innerhalb eines Forschungsprojektes den Auftrag dieses einmalige schöne Instrument zu rekonstruieren. Ein Team aus sieben Wissenschaftlern wurde ausgewählt, um unter der Leitung unseres Orgelbaumeisters und Architekten Dipl.-Ing. Wolfgang Oberlinger an der Rekonstruktion mitzuarbeiten. Prof. Wilhelm Krumbach, Prof. Dr. Reinhardt Menger, Prof. Wilhelm Riedel, Martin Sassmann, Dr. Hans Oskar Koch und Dr. Götz Corinth.

Wir können den Traum dieses königlichen Instrumentes für Sie realisieren

Das fertige Instrument steht heute im Orgel Art Museum als exclusives Exponat.

Unsere Werkstatt hat alle Planungsunterlagen und sämtliche Pfeifenmensuren, sodass wir in der Lage sind ein weiteres identisches Claviorganum mit entsprechendem Personalaufwand in zweijähriger Arbeitszeit unter Einsatz der besten Orgelbaumeister und Cembalomeister mit Hilfe von Schreinermeistern, die auf Holzintarsien spezialisiert sind zu bauen.

Das Claviorganum ist ein Kunstwerk, das bei seinem Bau höchste Ansprüche an seine Meister stellt

 

Orgelteil

Cembaloteil

I. Manual, GG-g‘‘‘

I. Manual, FF-g‘‘‘

Prinicipalflöte Disk.                     8‘

8‘

Gedackt                                         8‘

4‘

Flöte                                               4‘

 

Principal                                         2‘

II. Manual, FF-g‘‘‘

Mixtur 3fach                                  2‘

8‘

 

Dogleg (*)

 

Laute

Spielhilfen

 

Appels für Principal                      2‘

 

und Mixtur

 

Schwelltritt (Orgel)

KOPPEL

Transponiervorrichtung

II-I

(ein Halbton)

Orgel an I

Gemälde von Sigrid Stollenwerk (2018): Das Claviorganum

Eine Investition für Generationen

(*) Das Dogleg („Hundebein“) im Cembaloteil bewirkt einen trockenen Klang durch Anreißen der Saiten am äußersten Ende. Das Claviorganum – auf deutsch „Orgelklavier“ – setzt sich aus zwei Tasteninstrumenten mit völlig verschiedener Klangerzeugungnzusammen. Im Orgelteil schwingen Luftsäulen in Pfeifen (Aerophon = Luftklinger), und im Klavierteil werden Saiten angeschlagen oder -gerissen (Chordophon = Saitenklinger).

Ein Klang der verzaubert

Charles Avison (1710-1770) Concerto I, G 11’34“ Largo, Allegro, Adagio Aria con affetto
John Stanley (1713-1786) Voluntary a (I/X) 4’49“ Adagio, Allegro
Anonymus (18. Jh.) Voluntary a 3’50“ Largo spirituoso, Fuge
Joh. Christian Bach (1735-1782) Sonate F 13’58“ Allegro, Rondo
G. F. Händel (1685-1759) Suite G 13’23“ Preludio,Allemande, Courante, Sarabande, Gigue, Menuet
Anonymus (18. Jh.) Voluntary a 3’44“ Slow, Allegro
Charles Wesley (1757-1834) Pastorale 3’05“
Charles Burney (1726-1814) Fuge f 4’12“

Unsere Beratung ist kostenfrei, sprechen Sie uns einfach an, wir freuen uns darauf.